Handgefertigte Fahrradrahmen nachhaltig produziert dank Pulverbeschichtung

Bielefeld, 24. Januar 2022 Für die Mitarbeiter von Krüger Fahrrad- und Fahrradrahmenbau aus dem nordrhein-westfälischen Spenge-Wallenbrück ist der Zweiradbau mehr als nur ein Job – er ist eine Passion. Daher ist es dem Unternehmen ein Anliegen, die Qualität seiner Produkte kontinuierlich zu verbessern. Mithilfe der Oberflächenspezialisten von Oltrogge aus Bielefeld optimiert Krüger die internen Prozesse und erhöht gleichzeitig die Nachhaltig der Produktion.

Das Fahrrad ist beliebter denn je. Mit einem Umsatzplus von bis zu 900 Millionen Euro im Corona-Jahr 2020 galt die Fahrrad-Branche als der große Non-Food-Gewinner der Pandemie. Das ergab eine Studie des Handelsforschungsinstituts IFH Köln und der BBE-Handelsberatung. Diese Entwicklung spürt auch die Firma Krüger Fahrrad- und Fahrradrahmenbau aus Spenge-Wallenbrück in Nordrhein-Westfalen. „Unsere Arbeit wurde schon immer wertgeschätzt. Seit der Corona-Pandemie erleben wir allerdings eine deutlich höhere Kundennachfrage.", erzählt Geschäftsführer Michael Krüger.

1967 gründete sein Vater Dieter Krüger das Unternehmen als Zulieferbetrieb für die ostwestfälische Zweiradindustrie. Die Firma wuchs schnell und spezialisierte sich im Bereich des Fahrradrahmenbaus. Nach dem Umzug von Bielefeld zum aktuellen Standort wurde auch mit der Produktion von ganzen Fahrrädern begonnen. Seit 2008 wird der Familienbetrieb in zweiter Generation von Michael Krüger geführt. „Ein Fahrrad besteht aus tausenden Einzelteilen.“, beschreibt er seine Arbeit. „Aus diesen Einzelteilen ein Fahrrad herzustellen, ist für uns viel mehr als nur ein Job. Es ist eine Leidenschaft!“

UMWELTFREUNDLICHE Ergänzung ZUR NASSLACKIERUNG

Aufgrund eben dieser Leidenschaft für das Zweirad ist man bei Krüger stets auf der Suche nach der optimalen Lösung für den Bau des Fahrradrahmens, der in Aussehen und Geometrie den Charakter des Fahrrades bestimmt. „Der Rahmen ist der wichtigste Teil des Fahrrades: Er hat die Funktion einer Wirbelsäule und hält alles zusammen.“, erklärt Michael Krüger. Um dem Rahmen das besondere „Etwas“ zu verleihen, sind einige Arbeitsschritte notwendig: Nach einer Grundierung als Rostschutz wird ein Haftgrund für den Farbton aufgebracht. Je nach Kundenwunsch wurde bei Krüger an dieser Stelle bisher Nasslack oder Pulver eingesetzt. Im Anschluss wird Acryllack im Wunsch-Farbton aufgetragen. Abschließend erfolgt eine Beschichtung mit Klarlack aus Polyesterpulver zum Schutz von Farbe und Rahmen und das finale Einbrennen aller Schichten im Kammerofen. „Langfristig wollten wir eine nachhaltigere Methode, um unsere Rahmen zu lackieren", erklärt der Geschäftsführer. Gemeinsam mit Oltrogge aus Bielefeld, Engineering-Partner in den Bereichen Druckluft- und Oberflächentechnik sowie Werkzeugmaschinen, wurde nach einer Möglichkeit gesucht, den Lackierprozess effektiver und umweltfreundlicher zu gestalten. Schlussendlich entschied sich Krüger Fahrrad- und Fahrradrahmenbau, speziell für den Auftrag des Haftgrundes und des finalen Klarlackes für eine neue Anlage zur effektiveren und nachhaltigeren Pulverbeschichtung.

RESSOURCENSCHONEND, KOSTENSPAREND UND GLEICHZEITIG KRATZ- UND STOSSFEST

Die Pulverbeschichtung ist ein Verfahren, bei dem Lackpartikel mittels einer Lackierpistole elektrostatisch auf den zu beschichtenden und elektrisch leitfähigen Fahrradrahmen aufgebracht wird. Bei Krüger kommt für die Beschichtung eine neue Wagner SPRINT Handanlage zum Einsatz, die sich besonders für kleine Losgrößen und häufige Farbwechsel eignet. Die Partikel haften aufgrund der elektrostatischen Ladung am Rahmen. Anschließend wird der Lack im Ofen oder Trockner in den Rahmen eingebrannt.

Krüger profitiert von den zahlreichen Vorteilen des Verfahrens: Im Vergleich zur Nasslackierung ist die Pulverbeschichtung lösemittel- und emissionsfrei und damit umweltfreundlich und zudem äußerst ressourcenschonend. Nicht benötigtes Pulver kann aufgefangen und für den nächsten Beschichtungsprozess wiederverwendet werden. So lassen sich bei Krüger effektiv Kosten sparen. Darüber hinaus zeichnen sich pulverbeschichtete Rahmen und Komponenten durch einen optimalen Schutz gegen Witterungseinflüsse und Korrosion aus und sind in höchstem Maße kratz- und stoßfest. Geschäftsführer Michael Krüger ist von der Beratung und der Lösung, die Oltrogge lieferte, begeistert: „Mit der neuen Anlage zur Pulverbeschichtung können wir Fahrradrahmen anbieten, die nachhaltig und gleichzeitig noch robuster sind. Wer mit einem unserer Mountainbikes durch die Berge fährt, muss sich keine Gedanken mehr machen, ob sein Lack durch kleine Steinchen zerkratzt wird oder die Farbe der Umwelt schadet.

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